Jod: Nach wie vor ein kritischer Nährstoff
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Spurenelement mit Systemwirkung.
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00:00:00: Spurenelement mit Systemwirkung.
00:00:03: Nach wie vor ein kritischer Nährstoff.
00:00:06: Oftmals wird Jod nur in Zusammenhang mit der Schilddrüse erwähnt, dabei sind alle Organsysteme des Menschen auf das Spuren-Element angewiesen.
00:00:15: Zwar entfallen etwa fünfzig Prozent des im Körper enthaltenen Jods auf die Schildrüse – doch auch in zahlreichen anderen Gewebetypen insbesondere im Nervensystem spielt Jod eine zentrale Rolle!
00:00:28: Jod kommt in unserer Ernährung in Form von Judit in natürlicher Form vor.
00:00:34: Deutschland und Österreich sind aufgrund der geografischen Lage für Jodmangelzustände prä-disponiert, da die Böden jodarm sind – und die Versorgung der Bevölkerung laut WHO teilweise als unzureichend gilt.
00:00:48: Etwa vierzehn Prozent aller Länder weltweit werden derzeit als Jod-Mangelländer bezeichnet und zeigen ein erhöhtes Risiko.
00:00:57: Auch in Österreich ist das Thema Jodemangel weiterhin von Relevanz, da Studien einen Jodenmangel sowohl unter Schwangeren als auch nicht schwangeren österreichischen Erwachsenenfrauen feststellten.
00:01:08: Besonders im Anbetracht der gravierenden Auswirkungen von Mangelerscheinungen auf Wachstum und neurologische Entwicklung von Föhten ist die Thematik von Wichtigkeit und Aktualität.
00:01:18: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung DGE empfiehlt für Erwachsene ein Hundertfünfzig Mikrogramm für schwangere Zweihundertzwanzig Mikrogramm und für stillende Zweihundertzeißig Mikrokramm Jot pro Tag.
00:01:33: Jotmangel nach wie vor ein Thema!
00:01:36: Nach WHO-Kriterien herrscht in Österreich und Deutschland ein milder Jotmangel.
00:01:41: Aktuelle Daten aus dem Jotmonitoring des Robert Koch Institutes, RKION zeigen dass vierundvierzig Prozent der Kinder und Jugendlichen sowie zweiunddreißig Prozent die empfohlene Jodzufuhr nicht erreichen.
00:01:58: Auch in Österreich sind laut einer aktuellen Untersuchung vergleichbare Tendenzen zu beobachten.
00:02:04: Der letzte aktuelle österreichische Ernährungsbericht aus zwei Tausend Siebzehn beziffert den Anteil der mit Jod unterversorgten Personen gar auf ca.
00:02:14: eighty-five Prozent.
00:02:16: Besonders betroffen sind Frauen im gebärfähigen Alter, Schwangere stillende und Menschen da sie häufig auf jothaltige tierische Produkte verzichten.
00:02:29: Jod und seine vorrangigen Effekte.
00:02:32: Jod hat zahlreiche positive Effekten auf den menschlichen Körper.
00:02:36: Seine bekannteste Funktion übt Jod innerhalb der Schilddrüse aus.
00:02:40: So wird es für die Produktion der schildrüsen Hormone T-III, Triottyronin und T-IV Tyroxin benötigt.
00:02:49: Diese Hormonen beeinflussen den gesamten Stoffwechsel das Herzkreislaufsystem und die Wärmeregulierung des Körpers.
00:02:57: Ein stabiler Jodhaushalt ist also entscheidend für die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit.
00:03:03: Jod und seine Wirkung auf die Haut.
00:03:06: Auch die Haut kann von einer ausreichenden Jodversorgung profitieren.
00:03:10: Bei Hypothyriose durch Jodmangel können Hautveränderungen wie trockene, schuppige Haut auftreten.
00:03:16: Eine ausreichende Jod-Versorgung ist daher auch für die Hautgesundheit wichtig.
00:03:22: Jod bei Kinderwunsch In der Schwangerschaft und Stillzeit, Jod spielt eine wichtige Rolle bei der Fruchtbarkeit und der Entwicklung eines gesunden Phötos.
00:03:32: Für Frauen mit Kinderwunsch ist eine ausreichende Jodversorgung entscheidend, da Jod die Entwicklung des Nervensystems und des Gehirns des ungeborenen Kindes unterstützt.
00:03:43: Ein Jodmangel in der Schwangerschaft kann das Risiko von Fehlbildungen erhöhen und die geistige Entwicklung des Kindes negativ beeinflussen.
00:03:51: Schwangere und stillende Frauen haben daher einen höheren Jodbedarf.
00:03:56: Für diese wird die zusätzliche Einnahme von Jodtabletten in einer Dosierung von einhundert bis einhundfünfzig Mikrogramm pro Tag nach ärztlicher Rücksprache empfohlen, Jodmangel- und Schilddrüsenunterfunktion.
00:04:10: Einen erhöhten Jotbedarf zeigen – schwangere Stillende Kinder Jugendliche Vegetarierinnen und Veganerinnen Da letztere ernährungsbedingt auf wichtige Jodquellen wie Seefisch und Milch sowie Milchprodukte verzichten.
00:04:26: Darüber hinaus haben Raucherinnen ein erhöhtes Risiko einen Jodmangel zu entwickeln, da unter anderem das in den Zigaretten enthaltene Theozianat den Jodstoffwechsel negativ beeinflusst.
00:04:38: Ein schwerer Jodmangel klassifiziert als eine Jodausscheidung über den Urin UIC von unter fünfzig Mikrogramm pro Liter kann eine hypothyriose Verursachen.
00:04:50: Die gesundheitlichen Folgen eines Jod-Mangels können neben der eingeschränkten Schilddrüsenfunktion auch Wachstumsverzögerungen, eine verminderte kognitive Entwicklung, Gewichtszunahme, Müdigkeit, Muskelschwäche, Hyperkolesterinemie sowie Kognitionsstörungen und Depressionen umfassen.
00:05:11: Ein Mangel an Jod entwickelt sich meist schleichend Und die Symptome sind oft unspezifisch und werden selten als Nährstoffmangel erkannt.
00:05:19: Dazu zählen unter anderem Konzentrationsprobleme, chronische Müdigkeit oder eine erhöhte Kälteempfindlichkeit.
00:05:28: Salzanreicherung als Jodemangelprophylaxe.
00:05:31: Das Speisesalz wird in Österreich seit nineteenhundert dreiundsechzig mit Jod in Form von Judit- oder Judatt angereichert.
00:05:40: Die Judierung ist hierzulande über Jahrzehnte Eine wirkungsvolle Strategie zur Sicherstellung einer ausreichenden Jodh-Zufuhr in Europa.
00:05:49: Doch nicht jedes Salz im Handel enthält Jod.
00:05:52: Meersalz, Himalayasalz oder Fleur de Sel liefern in der Regel kein Jod!
00:05:57: Auch in verarbeiteten Produkten ist jodiertes Salz durch unterschiedliche nationale rechtliche Vorgaben keine Selbstverständlichkeit.
00:06:06: Zusätzlich hat Jod ein Imageproblem Und die Angst vor Überdosierung und Allergien dämpft die Akzeptanz bei Konsumierenden.
00:06:14: Ist zu viel Jot schädlich?
00:06:16: Laut Bundesinstitut für Risikobewertung, BFR gilt eine maximale Aufnahme von fünfhundert Mikrogramm Jot pro Tag als sicher.
00:06:25: Das Risiko einer Überversorgung mit Jot allein über Lebensmittel ist gering.
00:06:30: Der Jotgehalt in Salz ist streng geregelt und liegt bei fünfzehn bis fünfundzwanzig Milligramm JOT pro Kilogramm Salz.
00:06:37: Somit enthält ein gehäufter Tee-Löffel Jotsalz ca.
00:06:41: eineinhundert Mikrogramm Jot.
00:06:44: Auch für Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen sind jothaltige Lebensmittel wie Seefisch oder Milch und jodiertes Speisesalz meist unkritisch, dies sollte jedoch individuell beurteilt werden.
00:06:56: Eine übermäßige Jotzufuhr kann durch den Verzehr von Algen mit einem hohen Jotgehalt größer, gleich zwanzig Milligramm pro Kilogramm oder hochdosierte Nahrungsergänzungsmittel entstehen.
00:07:07: Algen und Präparate bei denen der Jodgehalt nicht ausgewiesen ist sind daher aufgrund der stark schwankenden Gehalte nicht zu empfehlen.
00:07:16: Mögliche Folgen können eine vermehrte Speichelproduktion, Verdauungsstörungen- und Hautausschlag sein.
00:07:22: Wichtig zu wissen – auch bei einer extremen Jodüberversorgung kann sich genau wie beim Jodmangel ein Kropf entwickeln!
00:07:30: Lebensmittel Salzwasserfische, Algen-, Setang- und Meeresfrüchte haben aufgrund des Jotgehalts des Meerwassers einen höheren Jodgehalt.
00:07:39: Weitere wichtige Jodquellen sind Milchprodukte und Brot.
00:07:43: Die verpflichtende Judierung des Speisesalzes ist jedoch die kosteneffizienteste Methode zur Jodversorgung – Jod als Nahrungsergänzung zum Einnehmen.
00:07:53: In bestimmten Lebenslagen oder für bestimmte Risikopersonen kann die ergänzende Zufuhr von Jod sinnvoll sein Bei der Einnahme von Jod als Saplimont sollte jedoch darauf geachtet werden, die empfohlene Tagesdosis nicht eigenmächtig und ohne medizinische Rücksprache zu überschreiten.
00:08:10: Vorsicht!
00:08:11: Autoimmuntyrioiditiden AIT.
00:08:15: Bei leichtem bis mäßigem Jodmangel ist die Schilddrüse durch erhöhte Aktivität in der Lage, die unzureichende Nahrungsaufnahme auszugleichen wodurch die Produktion von Schildrüsenhormonen aufrecht erhalten wird.
00:08:27: Diese chronische Stimulation der Schilddrüse führt jedoch zu einem höheren Risiko einer Knotenbildung oder Autonomie des Schildrüsengewebes, was wiederum das Risiko für eine hypertyriose erhöht.
00:08:39: Generell ist der Zusammenhang zwischen Jotzufuhr und Autoimmunität der Schilldrüße komplex.
00:08:44: So wurde in Studien erkannt, dass sowohl Jotmangel als auch Jotüberschuss-Risikofaktoren für autoimmuntyrioiditiden bei Erwachsenen darstellen.
00:08:54: Hier ist auch zu beachten dass eine Supplementierung mit hohen Y-Dosierungen ohne bestehenden Yodmangel zu unerwünschten Wirkungen bei Personen mit Hashimoto-Syndrom führen kann.
00:09:04: Aus dieser Überlegung sollte ein Yodzufuhr von fünfhundert Mikrogramm pro Tag nicht überschritten werden und keine eigenmächtige, hochdosierte Yodeinnahme vorgenommen werden.
00:09:15: Auch in der Schwangerschaft ist ein YOD-Überschuss mit einer erhöhten Prävalenz an Schilddrüsenfehlfunktionen.
00:09:24: Auch hier ist die Obergrenze Penibel zu berücksichtigen.
00:09:27: Dieser Beitrag wurde von Magister Larissa Grünwald verfasst.
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